Kolja Märtens und Matthias Denecke:
 
Die Reise begann nach durchschnittlich 2 Stunden Schlaf in Braunschweig und verlief für fast 4 Stunden reibungslos.
 
Beim Checkin in Hamburg wurde schnell klar, wer von uns Beiden der Goodguy und wer der Badguy ist. Der erste Checkinmitarbeiter eskalierte die Bearbeitung von Matthias Reisepass sofort an einen Vorgesetzten, als er die algerischen Einreisestempel gefunden hatte. Glücklicherweise konnte Matthias glaubhaft versichern, dass er an keinem "wie auch immer gearteten"-Training teilgenommen hatte und wir durften den Flieger betreten.
 
Das Flugzeug überzeugte durch hervorragendes Entertaintmentprogram mit Touchscreen in jeder Kopfstütze, über den Multiplayerspiele gegen Mitreisende oder eine persönliche Auswahl von Filmen, Fernsehserien und Musik zum Zeitvertreib genutzt werden konnten.
 
Umsteigen in New York:
Das Blatt hat sich gewendet. Ich gehe zum Schalter für die Einreise in die USA und nachdem der Schaltermitarbeiter ein paar Minuten regungslos auf seinen Bildschirm gestarrt hat, übergibt er mich einem Mitarbeiter, der mich zu einem Aufzug führt. Mir schießen ein paar Gedanken durch den Kopf: "Matthias hat die Tickets und ich hab keinen Plan", "wenn ich jetzt in den Knast muss, wer schreibt dann den ersten Blog Eintrag?"
Nach einigen Minuten warten, natürlich ohne zu erfahren, was ich falsch gemacht hatte, durfte ich noch einige sinnfreie Fragen beantworten, meine beruflichen Absichten durch Vorzeigen meiner Visitenkarten beweisen und schließlich durch die nächste Schleuse und in die USA weitergehen.
 
Es folgten weitere zehn Minuten mittelschwerer Panik und Versuche, telefonischen Kontakt mit Matthias aufzunehmen, bis wir uns endlich wieder gefunden hatten.
Es sei angemerkt, dass ich zu diesem Zeitpunkt über zehn Stunden kaum Koffein und überhaupt kein Nikotin konsumiert hatte und dementsprechend schlecht auf Stresssituationen vorbereitet war.
 
Der Rest der Reise verlief langsam, aber reibungslos und gegen 19 Uhr Ortszeit hatten wir im Hotel eingecheckt.

Mittlerweise ist die erste landestypische Mahlzeit konsumiert, das Feierabendbier ist fast ausgetrunken und im Fernsehen läuft eine Serie, die man eindeutig als das Original von Stromberg erkennen kann.
Es kann am Schlafmangel liegen, am Fernsehprogramm oder am sanften Surren der Klimaanlage, in jedem Fall werden wir vermutlich binnen der nächsten 30 Minuten in tiefen Schlaf sinken.
 
 
Highlight des Tages:
Brownies von Continental Airlines (die hohe Kunst, Schokolade mit teigartigen Substanzen so zu vermischen, daß das Endprodukt schwerer, dichter, süßer, klebriger und schokoladiger als pure Schokolade wird.

Gute Nacht!

zurück





 
       
» Impressum » AGBs » Haftungsausschluss » Webmaster